Preisträger 2010

bauma2010 pl0013_jpgKategorie 1, Maschine:

SL750 EiControlPlus Walzenlader

Eickhoff Bergbautechnik GmbH

Mit dem automatisierten Walzenlader ist es erstmals möglich, die Idee für einen automatisierten Strebbau im untertägigen Kohlebergbau zu realisieren, bei dem der Mensch ausschließlich Überwachungsfunktionen übernimmt, in einem sicheren und unbelasteten Umfeld. Durch die Vernetzung von Infrarot-Kameras mit Bildverarbeitung und Körperschall-Sensoren, einer Umfeldüberwachung, Millimeterwellenradar zur Kollisionsvermeidung und visuellen Kameras ist ein selbstständiges Erkennen der Lagerstättenbegrenzungen und damit die automatisierte Steuerung aller Bewegungsabläufe beim Extraktionsvorgang entlang des Gewinnungsstoßes gegeben. Das Abbauen von unerwünschtem Nebengestein wird vermieden. Das spart zusätzlich Energieeinsatz und CO2-Emission.

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www.eickhoff-bochum.de

 

bauma2010 pl0017_jpgKategorie 2, Komponente:

Energiespeicherzylinder

Liebherr Hydraulikbagger GmbH

Bei dem Energiespeicherzylinder handelt es sich um ein Energierückgewinnungssystem, das für Hydraulikbagger im Materialumschlag bestimmt ist. Beim Anheben der Ausrüstung muss über die Hydraulikzylinder viel Energie aufgebracht werden. Beim Absenken der Ausrüstung wird ein Teil dieser Energie in einem externen Gaszylinder durch Kompression des Gases gespeichert; wird die Ausrüstung wieder angehoben, unterstützt die im Gaszylinder gespeicherte Energie die beiden Hubzylinder bei der Hebearbeit. Insgesamt bedeutet das weniger Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen.

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www.liebherr.com


bauma2010 pl0017_jpgKategorie 3, Bauverfahren/Bauwerk:

Brunnenbau mit Glaskugeln

Ochs Bohrgesellschaft mbH

Das Verfahren von Ochs setzt beim Brunnenbohren mit Glaskugeln auf ein ganz neues Stützmaterial zwischen Bohrlochwand und Brunnenfilterrohr. Das Stützmaterial muss die anstehenden Bodenpartikel an der Bohrlochwand so abstützen, dass klares Wasser mit möglichst geringem Widerstand durch die freien Porenräume zum Brunnenfilterrohr gelangt. Herkömmlich verwendet man dazu Sand und Kies. Glaskugeln haben gegenüber Sand und Kies eine 4 bis 10 x höhere Festigkeit, dazu eine optimale Rundheit bei nahezu gleicher Korngröße. So entsteht ein größtmöglicher freier Porenraum, durch den das Wasser ungehindert fließen kann. Ablagerungen wie Kalk, Eisen oder Mangan können sich weitaus schwerer im Ringraum bilden, weniger Reinigungsintervalle sind nötig. Das sichert eine höhere Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit des Brunnens.

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www.ochs-bau.de


bauma2010 pl0017_jpgKategorie 4, Forschung:

Akustischer Geoscanner

TU Clausthal, Lehrstuhl für Tagebau und internationaler Bergbau

Der Geoscanner ist ein neues akustisches Scan-Verfahren für die effektive und professionelle Baugrund- und Lagerstättenerkundung sowie zur Bestimmung von Lockergestein. Das Prinzip ist einfach: Verschiedene Materialien haben unterschiedliches Körperschallverhalten. Körperschallschwingungen bilden einen typischen Fingerabdruck in der Gebirgsformation, die mit dem neuen Geo Scanner sichtbar werden. Das ersetzt die herkömmliche visuelle Materialbeurteilung. Eine trennflächenscharfe und damit effiziente Gewinnung der Rohstoffe ist so möglich, denn Fremdbeimischungen werden vermieden.

www.bergbau.tu-clausthal.de


bauma2010 pl0022_jpgElektroimpulsbohren

TU Dresden, Lehrstuhl für Baumaschinen und Fördertechnik

Das Elektroimpulsbohren nutzt die zerstörende Wirkung energiereicher, elektrischer Entladungen, die im Innern des zu lösenden Gesteins erzeugt werden. Es handelt sich um einen ganz anderen Löseprozess als den herkömmlichen. Statt der Druckfestigkeit des Gesteins muss dessen Zugfestigkeit überwunden werden. Am Lehrstuhl wurde mit dem Down Hole Tool eine Maschine entwickelt, die in die Bohrtechnik integriert werden kann. Die großen Vorteile des neuen Verfahrens: fast kein Verschleiß, weil die mechanischen Kräfte am Abbauwerkzeug fehlen und eine höhere Bohrgeschwindigkeit von 4 m/h im Granit und damit ein Einsparpotenzial bei den Bohrkosten von rund 30 Prozent.

http://tu-dresden.de


bauma2010 pl0017_jpgKategorie 5, Design:

Liebherr LH 120 C Materialumschlagsgerät

Liebherr Hydraulikbagger GmbH

Mit dem neuen Design des Liebherr LH 120 C hat Liebherr eine neue funktionsoptimierte Geräteform entwickelt. Eine völlig neu konzipierte Fahrerkabine mit Komfort sorgt für optimale Ergonomie und Sicht, die Bedienelemente sind komfortabel angeordnet. Die neue kubische Grundform begünstigt eine neue Formgebung bei den Verkleidungsteilen und bietet zum Beispiel einen einfach und sicher begehbaren Motorraum, der überdachte Wartung bei schlechter Witterung möglich macht. Die Servicepunkte sind übersichtlich angeordnet, der Kraftstofftank wurde besonders groß gestaltet, damit weniger nachgetankt werden muss. Auch innovative Sicherheitsinstrumente wurden integriert.

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www.liebherr.com